Kartendrucker und Plastikkarten
Wenn es um Kundenausweise, Zutrittsberechtigungen, Mensakarten mit Zahlungsfunktion oder Parkkarten geht, kommt man um einen Kartendrucker kaum noch herum. Besonders individualisierte und codierte Karten können mit einem einfachen Laminiergerät nicht mehr hergestellt werden. Dazu bedarf es eines professionellen Kartendruckers, der bei kleineren Auflagen noch nicht einmal viel kosten muss, und darüber hinaus als Tischgerät noch eine Menge hermacht. Besonders leistungsstark und preisgünstig sind die Kartendrucker der Hersteller Zebra, EDIsecure und Clearjet, die sowohl gekauft als auch geleast oder gemietet werden können.
Für eine kleine Auflage genügt schon ein Vollfarb- oder Monochrom-Kartendrucker der Serie P110i von Zebra. Der Kartendrucker bietet nicht nur einen hochwertigen und farbechten Druck für die Außenseite der Plastikkarte; auch die Kodierung der Karte ist durch einen dreispurigen Magnetstreifenkodierer möglich. Insgesamt können 100 Karten gleichzeitig in den Kartendrucker gegeben werden. Die Bedruckung der Karte mit insgesamt 4 Farben basiert auf einem sogenannten Thermosublimationsdruck, d.h. die Farbe wird unter mehrmaligem Vorbeiführen am Farbband aufgedampft also sublimiert. So wird die Farbechtheit mit 16 Mio. Farben dargestellt. Gleichzeitig bietet der Zebra Kartendrucker beim Einfarbdruck den Thermotransferdruck, d.h. hier werden schon vorbedruckte Karten lediglich mit einem unifarbenen Schriftzug versehen (z.B. bei Besucherausweisen). Die Karte wird am Farbband einmalig vorbeigeführt und erhält so ihren personalisierten Aufdruck.
Die Zebra P330i Kartendrucker verfügen neben dem 4-Farb-Thermosublimationsdruck auch noch über die fortschrittliche RFID-Technologie. Denn mit Hilfe dieses Kartendruckers ist es möglich, kontaktbehaftete und kontaktlose Chipkarten zu kodieren. Kontaktbehaftete Chipkarten sind dabei mit einem Chipmodul ausgestattet, auf denen über die außenliegenden Chipkontakte bzw. Kontaktflächen Daten gespeichert oder ausgelesen werden können. Durch die internationale Normierung der Lage der Kontaktflächen können diese Plastikkarten in jeden Kartendrucker gelegt werden, der über die Fähigkeit zur Kodierung der kontaktbehafteten Plastikkarten verfügt. Kontaktlose Karten, auch RFID-Chipkarten oder Transponderkarten genannt, funktionieren über einen Transponder, der mit einer Antenne verbunden ist. Der Transponder erzeugt ein elektromagnetisches Feld, welches wiederum für die Energie zur Auslesung oder Speicherung und Sendung von Daten auf dem Chip liefert. Diese Chipkarten können z.B. im Bereich der Zutrittskontrolle, der Zeiterfassung eingesetzt werden oder als Kundenkarten fungieren.
Wer einen möglichst farbechten und photorealistischen Druck benötigt, liegt mit den Kartendruckern von EDIsecure genau richtig. Hierfür werden mehrzonige Farbbänder mit sogenanntem CMYK-Farbsatz benutzt. Der Druck erfolgt dabei im ersten Schritt nicht direkt auf der Karte, sondern spiegelverkehrt auf einem Re-Transferband, welches dann in einem weiteren Schritt die Plastikkarte mit Bild, Logo oder Schriftzug versieht.
Um beim Bedrucken der Plastikkarten möglichst wenig Aufwand betreiben zu müssen, empfiehlt es sich, einen Zebra P430i Kartendrucker zu benutzen. Dieser Kartendrucker schafft es, bei automatischem Einzug beide Seiten gleichzeitig, also in einem Arbeitsgang zu bedrucken. So ist keinerlei lästiges Wenden der Karte mehr nötig, und es kann beim Druck kaum noch etwas schiefgehen. Denn muss die Plastikkarte manuell nochmals eingelegt werden, kann es unter Umständen zur fehlerhaften Bedruckung kommen, und wertvolles Plastikkarten-Material wird verschwendet. Durch eine zusätzliche Laminierung wird die Karte geschützt und die Farbe kann nach dem frischen Druck nicht verschmieren.
Wer hochsensible Daten schützen möchte und unbefugten Personen den Zutritt zum Kartendrucker verwehren möchte, sollte einen Kartendrucker der Zebra Security Line wählen. Diese Kartendrucker ermöglichen nicht nur den doppelseitigen Druck auf verschiedensten Kartenmaterialien und das doppelseitige Laminieren, sondern verfügen zusätzlich über ein besonderes Sicherheitssystem, mit dem nicht autorisierte Personen vom Kartendrucker ferngehalten werden können. Ein elektronischer Sicherheitsschlüssel sorgt für den Schutz des Kartendruckers und eventueller sensibler Informationen, die im Kartendrucker gespeichert sein könnten.
Eine Möglichkeit, Kosten für das Verbrauchsmaterial einzusparen und gering zu halten, ist der Clearjet CX One Kartendrucker. Er besitzt die Fähigkeit, wiederbeschreibbare Karten zu bedrucken und zu kodieren. Die Plastikkarten mit der Thermo Re-Write Beschichtung sind zwar im Einkauf etwas teurer, können aber beliebig oft wiederverwendet werden. Mit Hilfe des Clearjet Kartendruckers können die Plastikkarten bis zu 500 Mal gelöscht und neu beschrieben werden. Beim Druckverfahren wird hier kein Farbband eingesetzt, sondern lediglich die TRW-Beschichtung aktiviert.
Wem Chipkarten mit einer Kodierfunktion nicht genügen, der sollte Hybridkarten verwenden, denn hier kommen direkt mehrere Speichertechnologien zum Einsatz. Meist wird neben einem Magnetstreifen auch noch ein Kontaktchip implementiert, um z.B. betriebliche Zutrittskontrolle und innerbetriebliches Zahlungsmittel (Kantinenverpflegung) in einem zu integrieren. Die sogenannte Dual Interface Karte bietet sogar eine noch ausgefeiltere Form der Chipkarten, denn hier sind sowohl kontaktlose als auch kontaktbehaftete Chiptechnologien verarbeitet. Eine flexiblere Karte als diese wird man also auf dem Markt nicht finden, denn hier sind alle gängigen Formate untergebracht.
Mittlerweile werden Plastikkarten in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt; sie dienen sowohl zum Zweck der Kundenbindung, als Mitgliedskarten oder als Gutschein oder Geschenkkarten. Mit Hilfe einer besonderen Karte kann ein Kunde durchaus angeregt werden, die Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens aufgrund von gewährten Rabatten oder diverser Boni öfter in Anspruch zu nehmen. Wie wäre es z.B., als Parfum Hersteller mit einer duftenden Plastikkarte zu werben? Die Karte wird dann mit dem neu auf den Markt gebrachten Duft besprüht und an die potenziellen Neukunden verteilt. Die Karte fungiert dabei dann sowohl als Parfum Probe als auch als Karte für einen Rabatt auf das spezielle Parfum. Die duftende Karte verfehlt dabei seine Wirkung ganz bestimmt nicht. Insofern dem Kunden der Duft gefällt, wird er nicht lange zögern, das Parfum zu kaufen, denn durch die Karte wird das Parfum immer wieder ins Gedächtnis gerufen. Mit dem speziellen Kartendrucker von Zebra kann die Karte dann entsprechend kodiert werden, damit der Kunde später auch den versprochenen Rabatt erhält.